Über Karate

Karate am Sendlinger Tor Platz 14 

 

 

Bei uns könnt ihr den traditionsreichen Karate-Stil Shotokan üben.

In München gibt es dutzende Karate-Vereine, die verschiedenen Stilrichtungen und Verbänden zugeordnet sind.

Unsere Schule ist Mitglied im BKB (Bayerischer Karate Bund),

BLSV (Bayerischer Landessportverband) und im

DKV (Deutscher Karate Verband).

Unsere Mitglieder besitzen DKV Karate-Pässe und bekommen jährlich neue Jahresmarken.

Wir sind offen für Frauen und Männer, Jugendliche, Schüler und Studenten, Arbeitstätige, Rentner...

 

 

KARATE – LEERE HAND

Das japanische Wort Karate setzt sich aus den Begriffen »kara« (= leer) und »te« (= Hand, Arm) zusammen. Dies begründet sich auf der einfachen Tatsache, dass Karate als ein System der Selbstverteidigung erdacht wurde und auf den effektivsten Gebrauch des unbewaffneten Körpers des Ausübenden aufbaut. So enthält Karate Abwehr- (Uke), Schlag-(Uchi), Stoß- (Tsuki) und Tritttechniken (Keri), jedoch auch Würfe (Nage), Hebel (Kansetsu) und Fesselgriffe (Katame).

Karate wird auf der Basis mehrerer überlieferter Kata gelehrt, in denen die Meister der Vergangenheit ihre technischen und taktischen Kampfmethoden verschlüsselten. Kata ist eine Art Demonstration von Abwehr-, Schlag- und Tritttechniken gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner, die in festgelegter Reihenfolge von einem Karateka (= Karate-Übender)ausgeführt werden.

Die einzelnen Techniken werden im Kihon (= Grundschule) gelehrt und bilden die zweite wichtige Säule des heutigen Karate-Trainings.

Die dritte Säule des Karate ist das Kumite (= Partnerübung). Im Kumite sind die imKihon erlernten Techniken frei wählbar. Die Kämpfer dürfen ihr technisches und taktisches Können uneingeschränkt anwenden, wobei ein Karateka seine Techniken stets unter Kontrolle hält.

Karate ist ein hervorragendes Training für den ganzen Körper und erzielt, neben einer umfassenden Entwicklung aller Muskeln, eine überdurchschnittliche Gelenkigkeit und Reaktionsfähigkeit. Kaum eine andere Sportart ist so vorzüglich zur gleichmäßigen Durchbildung des gesamten Körpers, auch der inneren Organe wie etwa der Lunge, sowie zur Stabilisierung des Kreilaufes geeignet. Dazu kommt der geistige Aspekt, das sogenannte Do (= Weg) – der Karate-Unterricht stellt eine exzellente Willensschulung dar, fördert die Selbstkontrolle und steigert die Konzentrationsfähigkeit außerordentlich. Karate wird heute von Kindern wie auch Älteren gleichermaßen ausgeübt, um körperlich und geistig topfit zu sein.

Karate ist eine Kampfkunst mit Ursprung auf Okinawa/Japan, entwickelt aus einer Synthese des okinawischen Te und des chinesischen Quanfa (Kempo). Meister Gichin Funakoshi (1869–1957) gehörte zu den großen Experten der okinawanischen Kampfkunst. Der Name Shotokan entstammt der Türinschrift von Funakoshis erstem Karate dojo – mit dem Wort »shoto« 

(= Pinienrauschen) pflegte Funakoshi seine Gedichte zu unterzeichnen, und »kan« bedeutet Haus oder Tempel.

 

GICHIN FUNAKOSHI (jap. 船越義珍; * 1868; † 1957):Gichin FunakoshiAufgewachsen in Okinawa, gründete er das heute bekannte Karate im Shōtōkan- und Shōtōkai-Stil und brachte die bis dahin im Geheimen trainierte Kampfkunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts an die Öffentlichkeit. Dabei betrachtete er Karate nicht nur als Selbstverteidigungsmittel, sondern vielmehr auch als Werkzeug, um Körper und Charakter zu vervollkommnen.

Obwohl er nach eigenen Aussagen in der Kindheit eher klein und kränklich war, fing er im Jugendalter unter Meister Yasutsune Azato, einem Karate- und Schwertkampfmeister der Jigen-ryu, und unter Meister Yasutsune Itosu an, Okinawa-Karate zu erlernen. Obwohl er sich entschloss, Karate zu seinem Lebensweg zu machen, blieb Funakoshi beruflich zunächst Hauptschullehrer. Zuerst verbreitete er Karate auf Okinawa, wo er es dann auch schaffte, Karate in den Sportunterricht an der Schule zu integrieren. Später brachte er Karate nach Japan.

Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete er in Tokio als Hausmeister, Karatelehrer, Gärtner und Putzmann. Erst nachdem er es geschafft hatte, Karate in Japan bekannter zu machen, konnte er sich von seiner Tätigkeit als Karatelehrer ernähren. Der Stil wurde nach seinem Künstlernamen „Shoto“ (= Pinienrauschen), unter dem er Gedichte schrieb, und seinem ersten richtigem Dōjō Shotokan benannt.


Zeit seines Lebens folgte Funakoshi einem strengen Ehrenkodex. So lehnte er es zum Beispiel ab, „schmutzige“ Worte wie Socke oder Toilettenpapier zu benutzen. Auch war Funakoshi ein sehr friedfertiger Mann, der versuchte, den Kampf wann immer möglich zu vermeiden. So gab er zum Beispiel einmal Dieben den Kuchen, den er als Opfergabe für seine Ahnen vorgesehen hatte, nur um den Konflikt mit den beiden ihm wahrscheinlich unterlegenen Männern zu vermeiden. Auch Funakoshi-Senseis Familienangehörige sind oder waren exzellente Karateka, u.a. die Schauspielerin, Sängerin und Geschäftsfrau Funakoshi Fane.